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Logistik von morgen

Frauenhofer IML und TU Dortmund eröffnen Innovationslabor

Wer wissen will, wie sich die Logistik in den kommenden Jahren entwickelt, wird in Dortmund fündig. Im Innovationslabor „Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ des Fraunhofer-Instituts für Materialfl uss und Logistik (IML) und der TU Dortmund arbeiten Forscherinnen und Forscher an innovativen Logistik-Lösungen. Am 10. Juli wurde das Projekt feierlich eröffnet. Zu den Gästen zählte auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Sie ließ es sich nicht nehmen, einen Blick in die Zukunft der Logistik zu werfen. Längst haben Roboter, fahrerlose Transportfahrzeuge und intelligente Regale Einzug in Forschung und Industrie gehalten. Die Frage, die sich dabei stellt: In welcher Form werden Mensch und Maschine künftig in einer sogenannten Social Networked Industry zusammenarbeiten? Das Innovationslabor ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem technologische Innovationen für die Logistik der Zukunft entwickelt werden. In zwei hoch modern ausgestatteten Hallen – einem Forschungs- und einem Anwendungszentrum – lassen sich Innovationen der Mensch-Technik-Interaktion im realitätsnahen industriellen Einsatz erforschen und evaluieren. Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, die Versuchsanordnung für eigene Entwicklungen zu nutzen. „Die Universität stärkt mit dieser einzigartigen Forschungsinfrastruktur ihren Profi lbereich Material, Produktionstechnologie und Logistik“, sagt Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund. „Hier gestalten wir Zukunftsperspektiven für die Industrie 4.0.“

Forschung zum Arbeitsplatz der Zukunft

Im Forschungszentrum arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, den Arbeitsplatz der Zukunft so einfach und ergonomisch wie möglich einzurichten. Dazu untersuchen sie vor allem, wie sich die Fähigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie Intelligenz, Kreativität oder Motorik bestmöglich mit den Fähigkeiten technischer Assistenzsysteme vereinen lassen. Ein Zusammenspiel neuester Hightech-Technologien soll dabei helfen, diese Frage zu beantworten: Dazu zählen vor allem das europaweit größte Motion-Capturing-System und ein Laserprojektionssystem, um Prozesse in Echtzeit zu erfassen, zu analysieren und zu simulieren. Hinzu kommen unter anderem autonome Transportroboter und autonome Transportdrohnen, die sich im Schwarm selbst organisieren. Zukünftig werden diese Systeme noch von einem intelligenten Fußboden ergänzt, der durch ein in den Boden eingelassenes drahtloses Sensornetzwerk zum Leben erwacht.

Neue Technologien im realitätsnahen Umfeld erleben

 Parallel zum Forschungszentrum können sich im Anwendungszentrum Unternehmen ein Bild von neuen Methoden und Technologien machen. Dafür haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Showcases in fünf Bereichen entwickelt: Handel, Produktionslogistik, Transport, Instandhaltung und Virtual Training. Der Showcase Handel demonstriert beispielsweise die komplette Wertschöpfungskette – vom Kommissionieren bis zum Warenausgang. So können Unternehmen die Anwendungsfälle vor Ort live erleben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Innovationslabor über eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt zehn Millionen Euro.

Quelle Text: unizet Juli 2018, Nr. 456 (S. 5)

Quelle Foto: Frauenhofer IML