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Fachgebiet Maschinenelemente präsentiert ultraleichtes Elektrohängebahnsystem auf Logistikmesse in Dortmund

Anfang Mai stellte das Fachgebiet Maschinenelemente auf der Messe Logistics & Distribution / EMPACK Dortmund 2019 die Ergebnisse des IGF Vorhabens „Untersuchungen der Umsetzbarkeit in Bezug auf Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von ultraleichten Hängebahnen“ einem interessierten Fachpublikum vor.

Wissenschaftler des von Prof. Dr.-Ing. Bernd Künne geleiteten Fachgebiets Maschinenelemente der Technischen Universität Dortmund entwickelten das Ultraleichte Elektrohängebahnsystem (uEHB) in Kooperation mit dem von Prof. Dr.-Ing. Bernd Noche geleiteten Lehrstuhl für Transortsysteme und –logistik der Universität Duisburg-Essen. „Wir veröffentlichten auf der Logistikmesse in Dortmund die Ergebnisse des Ende Juli endenden Projektes – ein kompletter Versuchsstand mit Fahrstrecke und zwei Laufkatzen -, um wichtige Rückmeldungen und mögliche Einsatzgebiete in der Industrie zu sammeln. Das Interesse der Fachbesucher war erfreulich groß. Bereits im letzten Jahr stellten wir das Projekt auf der LogiMAT in Stuttgart vor. Die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen fließen nicht nur in das aktuelle, sondern auch mögliche Nachfolge-Projekt ein“, so Dipl.-Ing. Manuel Wißuwa vom Fachgebiet Maschinenelement.

Zur Erleichterung und Beschleunigung des Transports von Gütern und Produkten ist der Einsatz von Elektrohängebahnen (EHB) in der Industrie bereits verbreitet. Diese sind meist schienengebunden und beinhalten einzeln angetriebene Fahrzeuge, wobei das zugehörige Schienensystem an den gewünschten Förderverlauf sowie die benötigte Förderleistung angepasst ist. Änderungen des Schienenverlaufs sind nur mit aufwendigen Maßnahmen möglich. Abhilfe schafft ein hochflexibles „ultraleichtes Elektrohängebahnsystem“ (uEHB-System), in dem sich eine akkubetriebene Transporteinheit auf Seilen anstatt auf Schienen bewegt. Das System soll dabei für Lasten bis 20 kg geeignet sein. Die Transporteinheit übernimmt komplett die Aufgabe der logistischen und mechanischen Steuerung, wodurch im System enthaltene Verzweigungsmöglichkeiten (Weichen, Kreuzungen usw.) lediglich passiv wirken und von der Transporteinheit verstellt werden. Änderungen im System gehen dadurch mit erheblich weniger Aufwand einher, wodurch das Konzept eine enorme Flexibilität und Anpassungsfähigkeit verspricht. Das Forschungsvorhaben zielt auf die Entwicklung und Untersuchung des Konzepts in Bezug auf Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit ab.

Der Nutzen gerade für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) ist vielfältig. So dient es hauptsächlich der beschleunigten Beförderung leichter Komponenten, kann aber auch modifizierte Funktionen übernehmen, wie Überwachungsaufgaben durch die Ausstattung mit einer Kamera. Die vergleichsweise niedrigen Anschaffungs- und Installationskosten sind dabei vor allem für KMU sehr attraktiv. Auch eine zeitlich vorübergehende Installation des Systems birgt einen Kostenvorteil.

Gefördert wurde das auf rund zweieinhalb Jahre angelegte Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit rund 325.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) und der Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Manuel Wißuwa, Fachgebiet Maschinenelemente unter Tel.: +49 (0)231 / 755 – 5764 oder E-Mail: manuel.wissuwa@tu-dortmund.de

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