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Hochschullehre durch Digitalisierung stärken – TU Dortmund erhält Förderzusage für Einzel- und Verbundantrag

Gleich zwei Projekte entwickeln, erproben und evaluieren in den nächsten drei Jahren innovative Ideen für das digitale Lehren und Lernen. Im Projekt „HyLeC“ wird unter Leitung der IngenieurDidaktik der Aufbau eines Hybrid Learning Center durch die Universitätsbibliothek, den Lehrstuhl für Computergrafik und das Fachgebiet körperliche und motorische Entwicklung in Rehabilitation und Pädagogik mit ca. 3,3 Mio. € gefördert. Zudem sind das Zentrum für HochschulBildung, die IngenieurDidaktik und die Strömungsmechanik an dem mit 4,7 Mio. € geförderten Verbundprojekt „CrossLabs“ beteiligt, in dem gemeinsam mit der TU Freiberg, der TU Ilmenau und der NORDAKADEMIE flexibel kombinierbare Cross-Reality Labore entwickelt werden.

Abbildung Lernwelten

Ausgangspunkt für das Hybrid Learning Center (HyLeC) ist die Universitätsbibliothek als Zentrum, das von Studierenden aller Fakultäten als Lernraum genutzt wird. Im Rahmen des Projektes werden physische und virtuelle Ressourcen, Räume und Beratungsangebote für Studierende und auch Lehrende entwickelt und zur Verfügung gestellt. Dazu gehören u.a. eine „Digital Media World“, in der Studierende die Möglichkeiten erhalten, eigenständig professionelle Medien zu erstellen und in Workshops und Selbstlerneinheiten Kompetenzen in der barrierefreien Mediengestaltung zu entwickeln und eine „Digital Collaboration World“ mit medientechnisch ausgestatteten und nach Prinzipien der Barrierefreiheit gestalteten Lernräume, in denen Gruppen z.B. interaktiv an digitalen Lehrveranstaltungen teilnehmen und kollaborativ digitale Lerninhalte bearbeiten können. Es werden außerdem digitale und hybride Workshop- und Beratungsangebote z.B. zum wissenschaftlichen Arbeiten und ein digitaler Campus entwickelt, auf dem sich Studierende und Lehrende auch in Form von digitalen Avataren begegnen können. Zusätzlich wird in der Bibliothek eine „Maker World“ als kreative Werkstatt entstehen, in der der Studierende mit verschiedenen Tools wie 3D-Druckern und Lasercuttern aber auch Elektronikmaterialien und Experimentierkits eigene praktische Projekte realisieren können.

Eine Besonderheit des Projektes ist, dass alle Angebote des Hybrid Learning Center nicht nur technisch, sondern auch didaktisch und vor allem mit dem Anspruch auf eine barrierefreie Gestaltung entwickelt werden. Außerdem sollen Studierende und Lehrende aller Fakultäten bei zentralen Gestaltungsfragen mit einbezogen werden, um ein besonders niederschwelliges Angebot für alle zu schaffen.

„Ich freue mich sehr, dass die TU Dortmund sowohl mit dem Verbund- als auch mit dem Einzelantrag erfolgreich war. Beide Projekte versprechen mit innovativen Ideen einen echten Mehrwert für die Studierenden.“
(Dr. Tobias Haertel, Projektleiter HyLeC)

Und auch im Rahmen eines Verbundantrags war die TU Dortmund erfolgreich. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert das Projekt „CrossLab – Flexibel kombinierbare Cross-Reality Labore in der Hochschullehre: zukunftsfähige Kompetenzentwicklung für ein Lernen und Arbeiten 4.0“

Digitale Laborelemente wie Remote-Labore, virtuelle Laborumgebungen oder Simulationen, die unter dem Sammelbegriff Cross-Reality-Labore (CrossLabs) zusammengefasst werden, haben nicht erst in der aktuellen Pandemiesituation ihre Leistungsfähigkeit und Flexibilität bewiesen. Obwohl das Potential einer übergreifenden Nutzung offensichtlich ist, bleiben die Lösungen hochschul-lokal isoliert. Starre Umsetzungen, die auf individuelle didaktische Zielstellungen ausgerichtet sind, verhindern eine Nutzung aus dem Kontext einer anderen Hochschule heraus – es mangelt an Interoperabilität. Aufwändige Systeme bleiben einem beschränkten Nutzerkreis vorbehalten.

Entsprechend zielt das Vorhaben CrossLab darauf, die didaktischen, technischen und organisatorischen Lösungen für offene digitale Laborobjekte zu definieren, die bedarfsbezogen in einer Lernumgebung für studierendenzentrierte Lehre hochschulübergreifend kombiniert werden können. Damit wird nicht die Lehre auf das digitale Labor abgestimmt, sondern das Labor auf die Erfordernisse der Lehr-Lern-Situation anpassbar.

Für die Umsetzung integriert das Verbundprojekt die Kompetenzen der Partner Technische Universität Bergakademie Freiberg, Technische Universität Ilmenau, Technische Universität Dortmund und der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft. Dabei baut das Projekt auf existierenden digitalen Laboren in unterschiedlichen Fachgebieten auf. Damit entsteht für die Studierenden ein offenes Lehr- und Lernsystem, welches sich auf deren Bedürfnisse flexibel anpassen lässt.

Die Höhe der bewilligten Gesamtfördersumme für den Verbund in der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ beträgt 4.689.000,00 Euro über insgesamt drei Jahre. Davon entfallen insgesamt 1.244.000,00 Euro auf die drei Projektpartner der TU Dortmund:

  • Lehrstuhl für Organisationsforschung und Weiterbildungsmanagement am Zentrum für HochschulBildung (zhb), Teilprojektleitung (Prof. Dr. Uwe Wilkesmann, Dipl.-Päd. Claudius Terkowsky)
  • IngenieurDidaktik an der Fakultät Maschinenbau (Dr. Tobias Haertel; Dipl.-Ing. Tobias R. Ortelt)
  • Strömungsmechanik an der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen (Dr. Konrad Boettcher)

Das Projektkonsortium kooperiert darüber hinaus eng mit Labsland, dem weltweit ersten Startup für Remote-Labore in der Lehre mit Sitz in Bilbao (Spanien) und St. Louis (USA), sowie der Community Working Group für Remote-Labore in Deutschland.

Ansprechpartner für Rückfragen:

  • Dr. Tobias Haertel, IngenieurDidaktik
  • Prof. Uwe Wilkesmann, Lehrstuhl für Organisationsforschung und Weiterbildungsmanagement am Zentrum für HochschulBildung (zhb)